UMWELTANALYTIK

Die Umweltanalytik ist ein Teilbereich der chemischen Analytik und beschäftigt sich mit der qualitativen und quantitativen Untersuchung von Stoffen in der Umwelt.

Die Bereiche der Umweltanalytik sind in unserem Labor wie folgt gegliedert:

  • Wasser
  • Abwasser
  • Boden

Folgende Prüfverfahren bieten wir für den Bereich Umweltanalytik in unserem Labor an:

Prüfverfahren

Absetzbare Stoffe

DIN 38409-9; H9-2

Dieses Verfahren dient zur Bestimmung der absetzbaren Stoffe von Abwässern. Hierdurch lässt sich z.B. abschätzen, wie viel Schlamm das Wasser mit sich führt und wie viel sich in einem Sammelbecken absetzen wird.
Zur Messung der Probe wird diese in einen Imhofftrichter (Spitztrichter) gegeben und senkrecht, erschütterungsfrei aufgestellt. Nach 50 und 110 Minuten wird das Gefäß dreimal ruckartig um seine Längsachse gedreht, um anhaftende Teilchen an der Glaswand zu lösen, damit diese ebenfalls erfasst werden. Nach einer Standzeit von zwei Stunden wird die Partikelmenge bestimmt.

Anionen

photometrisch

Zur Bestimmung von Anion wie z.B. Phosphat (oder Gesamtphosphor nach DIN EN ISO 6878), Nitrat und Sulfat verwenden wir optische Tests, die mit einem Photometer durchgeführt werden. Hierbei werden die zu untersuchenden Anionen in der Regel in farbige Komplexe überführt. Mit steigender Konzentration des Analyten in der Probe steigt auch der Anteil an farbigen Komplexen. Im gleichen Maße steigt proportional die Schwächung des eingestrahlten Lichtes (gemäße dem Lambert-Beerschen Gesetz). Bitte sprechen Sie uns an, welche Anionen wir für Sie untersuchen können.

Atomabsorptionspektroskopie

DIN 38405

Zur quantitativen und qualitativen Bestimmung von Kationen in wässrigen Lösungen verwenden wir ein Flammenatomabsorptionsspektrometer. Das Prinzip der Analyse beruht darauf, das die Probe durch eine Gasflamme atomisiert wird. Durch diese „Atomwolke“ wird der Strahl einer Hohlkathodenlampe gerichtet, deren Wellenlänge dem zu analysierendem Element entspricht. Ein Detektor erfasst die Schwächung des Lichtstrahls welche, in einem gewissen Messbereich, proportional zur Menge des zu untersuchenden Elementes ist. Bitte sprechen Sie uns an, welche Elemente wir für Sie untersuchen können.

Bakterien/Pilze

Zur Überwachung von Anlagen die mit wässrigen Lösungen betrieben werden, werden biologische Untersuchungen bezüglich Bakterien- und Pilzbefall durchgeführt. Bakterien und Pilze können z.B. bei Industriewaschmaschinen zu einer Veränderung des pH-Wertes und zu einer Abnahme der Waschleistung führen, zudem sind sie ein Gesundheitsrisiko für Arbeiter, die die Anlagen bedienen.

Biochemischer/Biologischer Sauerstoffbedarf (BSB5)

DIN EN 1899-2

Der BSB5 gibt die Menge an Sauerstoff an, die zum biotischen Abbau vorhandener organischer Stoffe in Wasser unter genormten Bedingungen benötigt wird. Die Messung erfolgt durch die Verwendung eines luftdichten Systems in dem die Druckabnahme durch den Sauerstoffverbrauch gemessen wird. Das entstehende CO2 wird chemisch gebunden, sodass es der Druckabnahme nicht entgegenwirken kann.

Chemischer Sauerstoff Bedarf (CSB)

DIN ISO 15705

Der chemische Sauerstoffbedarf gibt die Menge an Sauerstoff an, der für die Oxidation aller oxidierbaren Stoffe im Wasser benötigt wird. Hierbei wird die Probe stark angesäuert und mit einem starken Oxidationsmittel versetzt. Nach Beendigung der Reaktion wird über den Verbrauch an Oxidationsmittel die entsprechende Menge Sauerstoff berechnet. In unserem Labor wird die Bestimmung photometrisch durchgeführt.

Elektrische Leitfähigkeit

Die elektrische Leitfähigkeit beschreibt das Vermögen eines chemischen Stoffes oder Gemisches elektrischen Strom zu leiten. In unserem Labor bestimmen wir die Leitfähigkeit wässriger Proben mittels einer Spezialelektrode. Diese Methode kann z. B. Aufschluss darüber geben, ob es sich bei einer wässrigen Probe um Regen- oder Leitungswasser handelt oder ob ein Wasserreservoir zu stark mit Salzen verunreinigt ist.

Legionellen, Coliforme Keime, E.coli....

Zur Überwachung von Anlagen die mit wässrigen Lösungen betrieben werden, werden biologische Untersuchungen bezüglich Bakterien- und Pilzbefall durchgeführt. Bakterien und Pilze können z.B. bei Industriewaschmaschinen zu einer Veränderung des pH-Wertes und zu einer Abnahme der Waschleistung führen, zudem sind sie ein Gesundheitsrisiko für Arbeiter, die die Anlagen bedienen.

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. "Zweck der Trinkwasserverordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit […] zu schützen“ (TrinkwV. 2011). Bei einer Trinkwasseruntersuchung werden folgende mikrobiologischen Parameter untersucht: Gesamtkeimzahl bei 22°C und 36°C, Escherichia coli, coliforme Keime, Enterokokken, Pseudomonas aeruginosa und Clostridium perfringens.

Legionellen: Am 1. November 2011 tritt die Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft. Diese enthält Neuregelungen u.a. in Bezug auf Legionellenuntersuchungen in Trinkwassererwärmungsanlagen.

Ausführliche Informationen zum Thema Trinkwasserverordnung und Legionellen Download [302 KB] .

Legionellen kommen dort vor, wo erwärmtes Wasser ihnen optimale Bedingungen für die Vermehrung bietet. Beispiele: Warmwassererzeugungs- und Warmwasserverteilungsanlagen, Schwimmbädern, Luftwäschern in Klimaanlagen, Kühltürmen, Biofilmen, Krankenhäusern, Schulduschen und anderen öffentlichen Duschen, Wannenbäder, Stationsbäder, Totleitungen, Wassertanks, Kaltwasserleitungen mit Wärmeeinwirkung von außen oder mit langen Stillstandszeiten, z. B. mäßig genutzte Feuerlöschleitungen mit Trinkwasseranbindung.

Die optimalen Lebensbedingungen für Legionellen sind: Süß- und Salzwasser, Temperaturbereich 25 bis 50°C, Frischwassernachspeisung, lange Verweilzeit.

Für weitere Informationen, Untersuchungen und Maßnahmen beraten wir Sie gerne (Kontakt).

pH Messung

Der pH-Wert wird mittels einer Glaselektrode bestimmt. Hierbei misst das Gerät die Spannungsdifferenz, die sich zwischen der Referenzlösung im Inneren der Elektrode und der wässrigen Probenlösung entlang der Innen- und Außenseite der Glaselektrode aufbaut.

Titration wässriger Lösung

In unserem Labor werden routinemäßig Titrationen wässriger Lösungen wie z.B. wassermischbare Kühlschmierstoffe und Waschlaugen durchgeführt. Bitte sprechen Sie uns an, welche Titrationen wir für Sie durchführen können.

Wasserhärte

Zur Bestimmung der Wasserhärte wird die Probe komplexometrisch mit EDTA titriert. Hierdruch werden die Härtebildner Ca2+ und Mg2+ komplexiert. Die Titration wird in der Gegenwart eines Indikators durchgeführt, der durch seinen Farbumschlag das Ende der Titration signalisiert. Durch den Verbrauch der EDTA-Lösung kann die Wasserhärte berechnet werden.